"Wir haben einen Cookie-Banner, also sind wir rechtssicher" ist einer der teuersten Irrtümer im Umgang mit der DSGVO. Ein Banner ist eine Benutzeroberfläche für die Einwilligung – kein Beweis dafür, dass die Einwilligung tatsächlich respektiert wird. Genau diese Lücke prüft ein echter DSGVO-Website-Check.
Was "DSGVO-konform" tatsächlich bedeutet
Die DSGVO selbst verbietet keine Cookies. Sie verlangt (zusammen mit § 25 TTDSG für den deutschen Markt): für nicht-essenzielle Cookies – Analyse, Werbung, Social-Media-Einbettungen – braucht es eine informierte, freiwillige, vorherige Einwilligung. Drei Dinge müssen also stimmen, nicht nur eins:
- Die Einwilligung wird vor dem Setzen des Cookies eingeholt – nicht gleichzeitig, nicht "meistens"
- "Ablehnen" ist genauso einfach wie "Akzeptieren" (ein deutsches Verwaltungsgericht hat das 2025 noch einmal explizit bestätigt – ein versteckter oder kleinerer Ablehnen-Button allein ist bereits ein eigenständiger Verstoß)
- Nach "Ablehnen" passiert auch wirklich nichts mehr
Die meisten Website-Betreiber haben Punkt 1 im Banner-Tool eingestellt und gehen davon aus, dass 2 und 3 automatisch mitlaufen. Tun sie oft nicht.
Die typischen Lücken, die ein DSGVO-Website-Check findet
- Google Fonts von Google-Servern geladen – überträgt die IP-Adresse des Besuchers an Google, ganz ohne Cookie, aber trotzdem ein Datenschutzproblem (lösbar durch lokales Hosting)
- Google Tag Manager, der vor Einwilligung bereits Tags feuert, weil Consent Mode v2 nicht oder falsch konfiguriert ist
- Meta-Pixel oder TikTok-Pixel, die über ein separates Agentur-Snippet laufen und vom CMP gar nicht erfasst werden
- Session-Recording-Tools (Hotjar, Clarity), die als "notwendig" eingestuft wurden, obwohl sie es nicht sind
Keiner dieser Punkte ist mit bloßem Auge auf der Seite sichtbar. Man muss tatsächlich messen, was beim Laden passiert.
Selbst prüfen
Bannerproof übernimmt genau diesen Check automatisch: Die Seite wird besucht wie ein echter Nutzer, jede Anfrage vor und nach "Ablehnen" wird erfasst, inklusive Consent-Mode-Status. Am Ende steht eine klare, verständliche Liste statt eines vagen Bauchgefühls. Der erste Check ist kostenlos.
Dieser Artikel dient der Information, nicht der Rechtsberatung. Bannerproof ist ein unabhängiges Scan-Tool, keine Kanzlei und keine Aufsichtsbehörde – Details in unseren Nutzungsbedingungen.
